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Nahrungs- und Genussmittel

Die Herstellung von Nahrungsmittel ist eines der ältesten Gewerke, denen sich der Mensch widmet. Eine Unterscheidung zwischen der traditionellen handwerklichen und einer schon industriellen Produktionsweise fällt hier besonders schwer.
Wir konzenrieren uns hier auf die Bereiche, in denen schon sehr früh mechanische Hilfsmittel und und vorindustrielle Verfahren zum Einsatz gekommen sind.
Mühlen und die in Süddeutschland dafür notwendigen Wasserbauwerke waren nicht nur technologische Meisterleistungen, sie waren auch oft die Keimzelle heute noch bedeutender Industriebetriebe.
Brauereien und Tabakmühlen waren die ersten in der Stadt, die über eine Dampfmaschine verfügten.







Eines unser wichtigsten Lebensmittel ist Wasser, das uns in seinem Wert für die Ernährung nur selten bewusst wird. Nicht nur als Trinkwasser spielt es eine Rolle, es diente auch dem Antrieb von Getreide-, Öl-, Gewürz- und Tabakmühlen.
Die Ulmer Wasserwirtschaft war schon im frühen Mittelalter beispielhaft und wurde von vielen Städten zum Vorbild genommen. Inzwischen widmen sich mehrere Bücher den unterschiedlichen Aspekten dieser Thematik. → Literaturliste Wasser

Das Stadtarchiv Ulm hat im Rahmen seiner Reihe Geschichten im Netz lesenswerte Artikel über die -» Mühlen und die -» Tabakindustrie in der Stadt veröffentlicht.
Über die Geschichte der Tabakindustrie informiert auch ein Vortrag, den Prof. Dr. Alber Haug in Rahmen eines Abend der Technikgeschichte gehalten hat. Das Video dazu kann -» hier ¹ über youtube angesehen werden.

Obwohl Nürnberg als die Stadt des Lebkuchens gilt gab es dieses aus dem alten Ägypten stammende Gebäck in Ulm schon ca. 100 Jahre vorher. Cunrat der Lebzelter soll es um 1293 gebacken haben, bezeugt durch eine Schenkungsurkunde im Ulmer Stadtarchiv. Lebkuchen Weiss in Neu-Ulm ist noch heute ein bekannter industrieller Produzent dieser meist handwerklich hergestellten Backwaren.
Um die allgemeinen kulturellen Dimensionen von Brot und dessen Darstellung in der Kunst geht es im -» Ulmer Museum für Brot und Kunst

Und auch Marzipan hat seine Quellen in Ulm. Johann Georg Niederegger wurde 1777 hier geboren, zog 1803 nach Lübeck und gründete 1806 seine Marzipanfabrik, die erste, die diese "Spezerei" industriell herstellte.

Noch nicht näher untersucht ist dagegen, warum es in Ulm bis in die 1930er Jahre hinein vergleichsweise viele (8) Bonbon- und Zuckerwarenfabriken gab.



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