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TIG

TIG - Technik- und Industrie-Geschichte
Ulm / Neu-Ulm

Das virtuelle Museum zur Ulm/Neu-Ulmer Technik- und Industriegeschichte
TIG


Was ist TIG?
TIG ist eine Plattform für alle Themen, rund um die Technik- und Industriegeschichte in der Region Ulm, Neu-Ulm, Schwäbische Alb und Oberschwaben.

Plattform bedeutet:
- ähnlich einem Wiki werden hier möglichst viele Informationen zum Themenkomplex gesammelt und online zugänglich gemacht
- wie in einer Mediathek finden sich hier interessante Texte, Bilder, Filme und Dokumente
- wie in einem Branchenbuch sind in geordneten Verzeichnissen die technikgeschichtlich interessanten regionalen Unternehmen gelistet
- wie bei Fachbüchern und -zeitschriften wird in Artikeln auf einzelne Aspekte vertieft eingegangen
- ähnlich einer IT-Plattform ist TIG der Kern einer Infrastruktur, auf der zukünftig immer wieder neue Angebote und Funktionen umgesetzt werden können

Ulm und Neu-Ulm

Damit verbindet man heute einen dynamisch wachsenden Wirtschaftstandort und ein vielfach ausgezeichnetes Zentrum der Wissenschaft.
Ulm und Neu-Ulm stehen für TEVA-ratiopharm und Uni-Klinik, für Husqvarna-GARDENA und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung, für SciencePark und Wissenschaftsstadt. Und immer noch auch für Kässbohrer-SETRA und Magirus, für Wieland, SchapfenMühle und Schwenk-Zement, um nur einige wenige zu nennen.


Die Innovationsregion gilt als Standort mit sehr hohen Zukunftschancen. Hier wird die intensivste privatwirtschaftliche Forschung und Entwicklung in Baden-Württemberg betrieben. Weltweite Marktführer sind hier zuhause.
Aus dem Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt Ulm 2030“ werden digitale Konzepte für eine nachhaltige Stadtentwicklung umgesetzt.
Kein Zweifel, die beiden Städte, die Region und ihre Menschen sind der Zukunft zugewandt.
Hier entwickelte Technik und die heimische Industrie spielen dabei eine gewichtige Rolle, die in den Lebensalltag jedes Einzelnen hinein wirkt.


Dass die Stadt heute auch ein bedeutender Standort des produzierenden Gewerbes ist mag verwunderlich erscheinen, blickt man zurück in die Geschichte als ehemalige Reichsstadt mit ihren erfolgreichen Kaufleuten und als einer der ehemals größten Militär-Standort im Reich.
Um die Grundlagen des heutigen Erfolgs in Wirtschaft und Wissenschaft erkennen und die Hintergründe aktueller Entwicklungen verstehen zu können ist es kein Fehler sich auch an all jene Unternehmen und Unternehmer zu erinnern, über die die Zeitenläufe inzwischen hinweg gegangen sind. Sich bewusst zu machen, welche Faktoren damals für Unternehmensgründungen ausschlaggebend waren und welche Einflüsse und Rahmenbedingungen dazu geführt haben, dass traditionsreiche Firmen irgendwann doch zu Grunde gingen.


Technik- und Industriegeschichte

Etwas später als in anderen Regionen des damaligen Deutschen Reichs setzten sich in Ulm industrielle Betriebs- und Arbeitsformen durch. Bis zum Ende des 19.Jahrhunderts bildeten sich hier dann aber doch Schwerpunkte der Metallverarbeitung, der chemischen sowie der Zementindustrie aus, die auch im nationalen Vergleich bedeutsam waren und heute noch die Stadt und die Region prägen.


Im Gegensatz zu anderen Industriestandorten, die sich ihrer Wurzeln bewusst sind und die ihr industrie-kulturelles Erbe für die Bevölkerung erhalten und zugänglich machen, scheint sich die Stadt Ulm für diesen Teil ihrer Vergangenheit zu schämen. Man schwelgt im selbst ernanntem Status als Innovationsregion und der Aussicht auf eine goldene Zukunft als Wissenschaftsstandort.
Die Geschichstschreibung für die Zeit nach dem Ende als Freie Reichsstadt beschränkt sich auf einzelne Episonden, Phasen und Biographien (Berblinger, Einstein, NS-Vergangenheit, HfG usw.). Ein eigenständiges Technik- oder Industriemuseum für die Region oder auch nur eine dem Themenumfang angemessene Abteilung im Museum der Stadt Ulm gibt es nicht und wird es auf absehbare Zeit wohl nicht geben.


Zwar hätte die Stadt die Möglichkeit, auch ohne größere Ausgaben ihren Besuchern und Bewohnern viel über ihre Entwicklung als überregional bedeutsamer Industriestandort näher zu bringen. Aber wo anderenorts Geschichtspfade über ganze Branchen informieren oder auch nur Schautafeln auf wichtige Betriebe oder Produktionsstätte hinweisen, bleibt in Ulm z.B. das umfängliche Brauereiwesen, die Wandlung der Mühlen an der Blau zu Fabriken und Kaufhäusern oder der einstige Standort des Hafens, an dem die Ulmer Donau-Dampfschiffahrt nach Österreich ihren Ausgangspunkt hätte nehmen sollen, im Dunklen.


Dort, wo nicht schon historische Fabrikgebäude gedankenlos abgerissen und reich geschmückte Unternehmer-Villen stillschweigend durch moderne Glas-Betonbauten ersetzt wurden, weist nichts darauf hin, dass hier einst beliebte Radio- und Fernsehapparate für Jedermann hergestellt, wohlklingende Musikinstrumente für die ganze Welt produziert oder die Landwirtschaft durch neuartige Pflüge revolutioniert wurde.
Die Geschichte dieser untergegangenen Betriebe zu bewahren, aufzuarbeiten und zugänglich zu machen bleibt vorläufig einzelnen Interessierten überlassen.


Selbst die Erinnerung an die Unternehmen, die die Stadtgesellschaft am stärksten und bis heute nachhaltig prägten, überlässt man lieber den internationalen Konzernen, zu denen sie inzwischen gehören. In deren globalen Auftreten können aber lokale Entwicklungen selten ausreichend gewürdigt werden. So hat die Firma EvoBus (inzwischen Daimler Buses) in Neu-Ulm kaum noch einen Bezug zum ehemaligen Kässbohrer Werk, von dem nicht mehr viele Ulmer wissen, wo es einst stand. Und obwohl der Name Magirus noch allgegenwärtig erscheint, bleibt ein kleines Firmenmuseum auf die verzweifelte Initiative von einzelnen Enthusiasten angewiesen.


Nur sehr wenige heute noch aktive Unternehmen aus der Region leisten sich, wie die Wieland-Werke, ein eigenes Firmenarchiv und stehen auch in der Öffentlichkeit für ihre lange, nicht immer ganz fleckenlose Tradition ein. Andere bewahren zwar die wichtigsten Eckpfeiler ihres firmengeschichtlichen Erbes, keiner scheint jedoch bereit, sich an einem die gesamte Industriegeschichte der Stadt umfassenden Projekt beteiligen zu wollen.


Es ist und bleibt daher Aufgabe der Bürgerschaft und von Vereinen, die Leistungen sowohl der namhaften Industriepioniere als auch der weniger bekannten Persönlichkeiten wie Walter Voss, Ernst Mästling oder Georg Ott zu würdigen, deren Angedenken zu wahren und den Einfluß ihrer Arbeit auf die heutige Gesellschaft zu bewerten.


Das virtuelle Technik-Museum für Ulm/Neu-Ulm
Die Ulm/Neu-Ulmer Industrie- und Technikgeschichte zu dokumentieren und zugänglich zu machen scheint folglich nur über privates Engagement möglich zu sein. Das städische Ulmer Museum hat einen anderen Fokus und das Stadtarchiv kann sich neben seinen eigentlichen Aufgaben als "Gedächtnis der Stadtverwaltung" nur begrenzt um eine ausführliche Präsentation einzelner Epochen kümmern.
Die Stadtverwaltung steht vor viel dringenderen Herausforderungen als die Einrichtung eines Technik-Museums und die regionale Wirtschaft, die sich darin präsentieren könnte, sieht in Vergangenem kein Potential für Investitionen.

Diese Internet-Seiten wurden erstellt um auf privater und ehrenamtlicher Basis eine zentrale Plattform zu schaffen auf der Informationen, Dokumente, Bilder, Filme und Berichte zur industriellen Entwicklung der Stadt gesammelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können.
Auf diese Weise soll Stück für Stück ein
virtuelles Museum zur Ulm/Neu-Ulmer Technik- und Industriegeschichte
entstehen.
tig-ulm.de
steht allen offen, denen die Technik- und Industrie-Geschichte der Region
oder ein besonderes Kapitel davon am Herzen liegt
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Einen fachkundigen Einstieg in die Zeit der Industrialisierung Ulms erhalten Sie über die Seiten des Stadtarchiv Ulm bei den
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